Erkenntnis der Erleuchtung

 

In der Facebook-Gruppe „Buddhismus in Deutschland“ wurde mir folgende Frage gestellt:

„Damit wir uns nicht mißverstehen, möchte ich vorab zur Sicherheit einmal nachfragen, worauf Du Deine Überzeugung gründest, bereits erleuchtet zu sein?
Woran machst Du dies fest, d.h. welche Kriterien gibt es in Deiner Lehre, an denen man eine Erleuchtung erkennen kann?“

 

Meine Antwort war wie folgt:

Ich habe an das Schöpfungswissen geglaubt, weil ich dieses in meiner 13-jährigen Ausbildung durch meinen Meister erlebt habe.
Ich habe „ohne Selbst“ gelebt und danach gelernt zu streben, selbstlose Liebe anderen Menschen zu geben.
Dadurch habe ich gelernt, daß es völlig falsch ist, die Sexualität nicht anzunehmen, denn sie ist unser Fundament als Menschen. Durch sie entwickeln wir Schöpfungskraft. Durch sie öffnen wir unsere Energie-Zentren und unseren Körper und unsere Seele und können unseren Geist wahrhaft befreien.

Unwissende Menschen reduzieren Sex lediglich auf die körperliche Ebene. Das ist falsch.
In der HEILIGEN Sexualität ficken wir nicht lediglich primitiv mit unserem Körper, sondern auch mit unserer Seele und mit unserem Geist , also verbunden in einem höherem Bewußtsein.
Der Geist entstammt aber dem universellen Schöpfungsbewußtsein.
Dieses ist die REINE Geist-kraft der Leere.
Diese Geistkraft aber IST PURE GEBALLTE Sexual-Energie. Und diese Sexual-Energie des Geistes ist reine SELBSTLOSE LIEBE!

Wer also bereits die Sexualität verleugnet und sie als „schlecht“ denunziert, der hat NICHTS von dem höheren Wissen jemals verstanden.
Er versucht lediglich RATIONAL höheres Wissen mittels seines VERSTANDES zu erfassen.
Aber das ist NIEMALS möglich. Denn der Verstand wird aus uns selbst erzeugt. Unser „Selbst“ ist unsere Individualität, unsere Seele. Das aber ist unser EGO!
Wir können NIEMALS das Ego überwinden, wenn wir an unserer Identität festhalten. Denn dann klammern wir an einer Illusion! Dadurch werden wir NIEMALS frei und darum immer und immer wieder wiedergeboren. Weil wir nämlich NICHT lernen (wollen!!!), daß wir einfach ENDLICH LOSLASSEN MÜSSEN!

Auch der Shakyamuni-Buddha hat NIEMALS gegen diese heilige sexuelle Vereinigung gesprochen. Er hat gegen die NIEDRIGEN Beweggründe gesprochen, nämlich die aus Geilheit und damit aus Gier, also einer Begierde heraus resultieren. Solche aus Begierde ausgeführte Sexualität ist selbstverständlich eine zu den Geistengiften gehörende Begierde.
Erfolgt sie hingegen aus tiefem Mitgefühl, um anderen dadurch auf ihrem spirituellen Weg weiter zu helfen, so ist das ein SELBSTLOSER Akt, indem man sich selbst nicht zu schade ist, selbst den eigenen Körper, eben ALLES einzusetzen, um anderen zu helfen. Das erfolgt OHNE WERTUNG. Egal ob der andere schon alt, gebrechlich, unschön, schlecht riechend, häßlich oder dumm ist.
Solche Wertung erfolgt nicht mehr, sondern der um Hilfe aus achtsamen und ehrlichen Herzen bittet, dem wird mit ALLEN Mitteln geholfen. Das ist der WAHRE DAKINI-Weg.
Es ist IMMER die INNERE Haltung, um die es geht und die darüber entscheidet, ob es zum Guten oder zum Schlechten führt.

Die welche von diesen scheinheiligen und angeblichen „Buddhisten“ mich hier stetig in den buddhistischen Foren anfeinden, die WERTEN sehr wohl.
Sie stellen sich arrogant, überheblich, besserwisserisch und selbstherrlich über andere Menschen! Und für sie ist JEDE Art der Sexualität „unrein“.
Sie VERNEINEN damit aber das Leben und die Schöpfungskraft.
Sie verneinen damit das Göttliche.
Ihre innere Haltung ist einfach nur dumm, unwissend und mit sehr bösartigen Beweggründen geprägt, voller Abscheu, Neid, Mißgunst und fanatischem Haß.
Egal was dann erklärt wird, es stößt auf TAUBE OHREN. Denn ihr Herz ist verschlossen und längst in Eiseskälte erstarrt.
Sie kennen weder Mitgefühl, noch Barmherzigkeit und erst recht KEINE WAHRE SELBSTLOSE Liebe. Denn sie sind durch Fanatismus erblindet.
Solche Menschen werden NIE die Erleuchtung erlangen können. Denn sie selbst WOLLEN ES NICHT tief in ihrem Herzen. Sie halten nur ihre Sicht, die sie mit ihrem äußerst begrenzen Verstand erfaßt haben, für die „allumfassende Wahrheit“.
Durch ihre Überheblichkeit jedoch, grenzen sie sich selbst von dem universellen Schöpfungswissen ab. Sie isolieren sich selbst von dem Schöpfungs-Bewußtsein und werden NIE den Weg dorthin zurückfinden, weil SIE ES NICHT WOLLEN!
Solchen Menschen etwas erklären zu wollen, ist völlig sinnlos und vertane Mühe. Denn nur ein Mensch, der SELBST in seinem Herzen den WILLEN hat, kann dieses auch von innen her erweichen. Von außen ist dies nicht möglich. Der Wille MUSS von innen, von jedem selbst kommen.
Ohne diese innere Haltung, gibt es kein spirituelles Wachstum.

In zahlreichen Mantras ist das Sanskrit-Wort „HUM“ zu Schluß stehend.
Das bedeutet „ALLES loslassen!“ Nur DANN können wir wahrhafte Befreiung erlangen.

Durch die Sexualität habe ich mich völlig geöffnet und diese in selbstlose Liebe fließen gelassen. Ich habe es als tantrische Yogini in Taten praktiziert und getan und nicht nur in der Theorie „visualisiert“! Denn dadurch entsteht zu sehr ein Selbst-Betrug.
Visualisieren ist wichtig bis zu einem bestimmten Punkt, nämlich als Vorbereitung auf das wahre Sein.
Bleibt man aber immer nur am Visualisieren, wird man niemals in die Wirklichkeit eintreten!

Durch die völlige Öffnung in meinem Herzen, Seele und Geist, durch die Kombination der Sexual-Energie mit Meditation, der Verbindung mit dem Bewußtsein der Pflanzen, dem Bewußtsein der Bäume, der Tiere, der Natur und des Meeres, bin ich in geistige Zustände gekommen, wo ich völlig andere Daseins-Zustände und sehr viele Visionen gesehen habe.

Erleuchtung heißt nicht, die alten Schrift oder Weisheit nur über unseren Verstand zu verstehen, sondern mein Bewußtsein hat mich in die andere Kraft gebracht, weit außerhalb meines Verstandes. Und in dieser anderen Kraft und nur in diesem anderen Zustand, kann das Bewußtsein dort erfahren, daß mein Denken und mein Verstand nicht mehr beteiligt sind.
Das Gehirn speichert diese Erinnerung danach aus dem Bewußtsein – doch mein Gehirn speichert völlig neue Information.
Ich habe so auch die Welt vor mir gesehen. Diese Welt wurde kleiner und kleiner, bis sie verschwand, dann verschwanden Raum und Zeit und auch die Dualitäten von Yin und Yang verschwanden völlig vor meinen Augen.
Vor mir war nichts mehr. Im gedankenlosen Bewusstsein war ich im Eins gelandet.

Zuerst hatte ich völlig Null Ahnung davon, wie die Wahrheit aussehen würde, bis mich das Bewusstsein dort hingeführt hatte. Oder besser gesagt, mein Bewußtsein wurde dort aufgerufen und dort reingezogen. Das ist etwas, was ich vorher nie erahnen konnte. Es war derart überraschend, weil es außerhalb unseres menschlichen Verstandes und für mich völlig neu war.

Für mich bedeutet es, ein erleuchteter Meister schreibt sein Wissen aus seinen eigenen Erfahrungen. Er kopiert nicht das Wissen anderer, denn das wäre nur kopierte Theorien anderer. Es ist kein eigenes Wissen. Er benutzt seinen eigenen Kopf, um Eins zu Eins zu dokumentieren, was er selbst gesehen hat.

Ein Studierter analysiert und philosophiert darüber. Er bringt seine eigenen Vollstellungen und Meinungen aus seinem Kopf und damit aus den Begrenzungen seines unwissenden Verstandes herein. Das aber ist in mein Augen reines „Interpretieren“.
Interpretieren bedeutet aber NIEMALS, daß es richtig sein muß! Denn es ist kein eigenes Erfahren! Interpretieren von Menschen, die selber unwissend sind und das Wissen nicht selbst erfahren haben, führt fast immer zu Fehl-Interpretationen und damit zu einer Verstärkung der Unbewußtheit. Denn hieraus entstehen völlig falsche Vorstellungen und aus diesen wiederum Dogmen und Fanatismus.
Das aber kann NIEMALS zur WAHREN BEFREIUNG führen!

Ein erleuchteter Meister ist ein FORSCHER! Er GEHT SELBER den Weg. Er gewinnt SELBER Erkenntnisse. Er bringt dadurch eigene Neuigkeiten.
Ein Erleuchteter bringt eigene Verknüpfung des universellen Schöpfungs-Wissens mit dem Wissen und den Informationen der Menschen hervor. Er zeigt dadurch auf, was richtig ist und was nicht und ist dadurch sehr wahrhaftig und konsequent. Er redet niemandem zu Munde und verleugnet oder verbiegt die universelle Wahrheit nicht. Er treibt nicht diese Spielchen zwischen seinem Verstand mit dem Inhalt von Büchern. Er ist kein Papagei und plappert nicht anderes nach.

Das „Erwachen“ ist lediglich die eigene Erkenntnis aus dem Verstand resultierend, aber es ist noch keine Lösung für sich selbst gefunden worden. Ein Erwachter verbleibt darum in seinem Verstand und damit in seinem Ich-Feld, wenn er nicht selber lernt, loszulassen.

Der Shakyamuni-Buddha war KEIN „Erwachter“ lediglich!
Erwacht war er lange schon VOR seiner Erleuchtung, nämlich als er immer mehr von zahlreichen Fragen gequält wurde und immer und immer trauriger wurde, weil er über seinen menschlichen Verstand einfach absolut keine Antworten finden KONNTE!
Darum verließ er seine Frau, sein Baby, seinen Königspalast, seinen Thron und sein Reich, ging den Weg eines Asketen, um SELBER ANTWORTEN zu finden und SELBER SEINE Erleuchtung zu erreichen, um den Weg zur Befreiung zu finden.
Erst als er diese Erleuchtung unter einem Baum später erreicht hatte, war er wahrhaftig ein „Erleuchteter“.

Wenn also der Buddha als „Erwachter“ in vielen Büchern bezeichnet wird, dann ist diese „Interpretation“ FALSCH!
Richtig ist, er WAR ein ERLEUCHTETER! Und er hat viele Menschen dazu ermutigt und inspiriert, SELBER auch ihren Weg zu GEHEN, wodurch auch sie Erleuchtete WURDEN, die ihm in nichts nachstehen.

Erleuchtung ist ein KLARES SEHEN aller Zusammenhänge, was nicht mehr über den Verstand zu erfassen ist. Es ist jenseits des menschlichen Verstandes, ein Sehen des Geistes. Dieser Geist schläft aber bei gewöhnlichen Menschen. Darum sind sie Unwissende. Und darum bleiben sie in ihren Irrtümern, die aus ihrem kleinem menschlichen Verstand erfolgen, verhaftet. Sie können UNMÖGLICH so Befreiung erfahren.
Befreiung ist NUR durch VÖLLIGES LOSLASSEN möglich. Und dies bedeutet auch ein Loslassen des eigenen Selbst, seines Ich-Feldes, seiner eigenen Individualität.

Erleuchtung ist darum IMMER ein Dienst für das WAHRE Wissen, für das universelle Schöpfungs-Wissen, das Schöpfungs-Bewußtsein, das in vielen Kulturen einfach als Gott bezeichnet wird, eine alles und jeden durchdringende höchste Schwingung purer GEISTIGER Sexual-Energie, von Patanjali in der Yoga-Sutra als das Ur-Feld bezeichnet, im Daoismus als Da Dao benannt.

Ein Erleuchteter ist darum immer bemüht, damit auch andere ihren Ausweg finden. Denn er hat die Einheit GESEHEN.

Durch das Hineinwachsen in diese Einheit hinein, die völlige Einswerdung, erreicht er dann leicht seinen Aufstieg und kann sich selbst so aus dem Leid, dem Karma und dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburten befreien. Er hat seine Aufgabe, seine Abschlußprüfung, den Sinn seines Daseins in dieser Welt, nun ENDLICH BESTANDEN!

Ich habe verstanden, wie man sich von Kausalität und Dualität befreien kann.
Denn durch meine eigene PRAKTIZIERUNG, habe ich das erreicht.

Wir sind bereit als ein Licht für andere ihren Weg zu erleuchten und sie zur Erkenntnis zu bringen.
Zeit spielt keine Rolle mehr, denn erleuchteter Meister sehen die Dinge und die Lösungen bereits, weil sie VORHER SCHON ENTSCHIEDEN haben, ihr eigenes Selbst loszulassen und den Willen hatten, anderen Menschen zu helfen. Das resultiert aus den Beweggründen der wahrhaftigen SELBSTLOSEN Liebe.

Solche Menschen, die diese Bereitschaft schon vorher entschieden haben, möchte ich zurufen:
Erkennen wir, daß wir das „Muschel-Horn des Dharma“ sind!
Erkennen wir, daß wir als das göttliche Sprachrohr für die unbewußten und unwissenden Menschen wirken!

Ein Erwachen und eine Erleuchtung war für das universelle Schöpfungs-Bewußtsein schon bekannt seit Anfang an. Darum sind bestimmte Menschen schon so „vor-programmiert“, daß wir eines Tages für diesen göttlichen Zweck verwendet werden können. – Die Frage ist nur, ob wir unsere WAHRE Aufgabe (nämlich NUR FÜR ANDERE zu leben und SELBSTLOS zu sein) annehmen wollen oder nicht.
Entscheidend hierfür ist immer die EIGENE INNERE Haltung!
Die, welche zu diesen Auserwählten gehören, sind diejenigen, die sich selbst erwählt und bereit erklärt haben.

Das ist die Kern-Aussage – wieder landet man bei SICH SELBST

Wang Lin – Jasmin“

 

 

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