Februar 2016 – Treffen mit Vertreter der Daoistischen Vereinigung in Nord-China

 

„Nach dem Chinesischen Neujahrsfest im Februar 2016 fand ein Treffen mit einem verantwortlichen Vertreter der Daoistischen Vereinigung in der Nord-Provinz in China statt. Wir waren ausdrücklich zum Essen eingeladen und es ergaben sich äußerst interessante Gespräche.
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Hintergrund war die eigentliche Skepsis einiger Mitglieder meiner Familie, die nach meiner Verbannung aufgrund meines bekannt gewordenem Erotik-Projektes (mehr darüber – siehe oben) noch heimlich weiter Kontakt zu mir hielten, aber mich als völlig “verrückt” und “Gehirn-gewaschen” und als “Fa Lun Gong”-Fanatiker sahen (Als “Fa Lun Gong” wird von modernen mao-treu erzogenen Chinesen der Einfachheit halber kurzerhand alles bezeichnet, was mit Spiritualität, Gehirnwäche, Mysthik, Magischem, Okkulten oder Sektentum zu tun hat, obgleich alles dies mit der eigentlich Fa Lun Gong-Sekte nicht im geringsten in Verbindung steht.).

Ihr Ziel war es, mich mit einem sehr befähigten daoistischen Meister zusammen zu bringen, um mir so aufzuzeigen, daß meine Sichtweisen nichts als Einbildung, Einreden und haltloser Unsinn wären.

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So trafen wir in einem gehobenem Restaurant ein, bestellten verschiedene Speisen und unser Gastgeber begann mit der Konservation. Doch als nach den Erklärungen der geistigen Tiefe einiger uralter daoistischer Weisheiten gegenüber meinem Schwager, der Blick des daoistischen Meisters dann auf mich fiel, ich hatte vorher nur sehr still zugehört und über mich wurde auch bisher nichts gesagt oder angekündigt, merkte er erschrocken auf und fragte mich nach einer Erklärung für das, was er bei mir plötzlich sah oder meinte zu sehen.

Er war in meiner Heimat sehr für seine Fähigkeit bekannt, übernatürliche Dinge zu sehen und beschrieb, daß ich auf meiner linken Schulter eine Fahne hätte. Das wäre aber so extrem außergewöhnlich, denn so etwas hätten Menschen ansonsten wohl nie, sondern ausschließlich nur Götter wie Xi Wang Mu, Unsterbliche oder Lao Tse selbst. Doch bei diesen wäre die Fahne immer gerade! Meine hingegen wäre schräg bzw. schief…
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Ich sagte ihm höflich, doch mit Zurückhaltung, daß ich darüber nichts wüßte. Doch er ließ nun absolut nicht mehr locker und stellte mir völlig aufgeregt einige gezielte Fragen auf uralte daoistische Bedeutungen hin. Als ich versuchte darauf zu antworten, erschrak er noch mehr und äußerte völlig erstaunt, daß ich bereits so extrem weit gekommen wäre und meine Erleuchtung ja schon längst erreicht hätte.

Noch deutlich mehr wuchs sein Erstaunen, als er feststellte, daß ich die ganzen daoistischen Mantras (heilige Gebets- oder Beschwörungstexte), Mudras (magische Fingerzeichen) gar nicht kannte, die jeder Daoist im Laufe von Jahren auswendig lernte, ja daß ich noch nicht einmal die alten klassischen Schriften alles gelesen hatte. Er fragte immer wieder, wie das nur sein könnte und nach welcher Lehr-Richtung ich ausgebildet worden wäre?

Ich antwortete ihm: “Die höchste Regel des Dao ist: OHNE Regel!” – Er verstummte und brauchte einige Zeit, um sich von dem erneuten Schock über meine einfache und doch klare und mit großem Nachdruck betonte Aussage zu erholen.

Sehr nachdenklich fuhr er fort: “Das ist tatsächlich die höchste daoistische Weisheit und die höchste Regel!”

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Als er dann noch erfuhr, daß ich meine Erleuchtung sogar innerhalb von nur drei Monaten erreicht hatte, war das für ihn einfach nur noch unfassbar…

Er selbst war in jungen Jahren ein sehr befähigter Meisterschüler gewesen, wurde von seinem Meister selbst ausgesucht und einst zum daoistischen Priester ausgebildet und hatte nun bereits seit Jahrzehnten vergeblich versucht über Meditation, Mantras und Mudras selbst diesen Zustand zu erreichen. Doch er war laut seiner Aussage noch extrem weit davon entfernt.

Aufgrund der zahlreichen Personen, die mit am Tisch waren, vermied ich es anzusprechen, daß die einzig wirksame Voraussetzung hierfür die völlige sexuelle Öffnung war und das ich diesen Weg sehr stark und konsequent ging. Erst im späteren persönlichen 4-Augen-Gespräch gab ich ihm darüber Andeutungen preis und umso größer wurde seine Bewunderung, daß jemand in heutiger Zeit, noch dazu sogar als „Frau“, allem Stigma, Spott, Hohn, Verachtung, Abscheu und Haß zum Trotz, diesen alten Weg tatsächlich ging, von dem viele der ältesten Schriften seit 5.000 Jahren berichten. Er erfuhr weiter, durch wen ich über 12 Jahre intensiv ausgebildet wurde, von dem uralten Ming Tang-Tempel (“Tempel des Lichtes”) und er bat mich UNBEDINGT im ständigen Kontakt und Austausch mit ihm bzw. seiner Organisation zu bleiben.

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P1060080-----Kein Geschehen auf dieser Welt ist Zufall. Alles hat seinen Sinn und seine Bestimmung.

Kurz vor Abschluß des recht langen Treffens, offenbarte er mir folgendes:

Er hatte zwei Wochen vor unserer Begegnung, ich war da gerade im Süden Chinas, in San Ya (auf der Insel Hainan), eingetroffen, eine Vision gehabt, die ihn stark beunruhigte, völlig verwirrt und sehr aufgewühlt hatte und die er trotz intensivem Nachsinnen nicht verstehen konnte. Denn diese Vision, so wußte er, war für eine Frau bestimmt, eine ganz besondere Frau, die sehr weit über den daoistischen Priestern stehen würde und doch völlig schlicht und einfach in ihrem Herzen wäre.

Doch so eine Frau kannte er überhaupt nicht. Er kannte noch nicht einmal überhaupt eine Frau, die intensiv das Dao verstanden, geschweige denn gar ihre Erleuchtung erreicht hätte. Doch in seiner Vision war die deutliche Anweisung, er solle dieses geheime höhere Wissen, welches ihm dort offenbart wurde, nur einer bestimmten Frau mitteilen, für die diese Botschaft bestimmt wäre und die sofort verstehen würde…

Während unseres Gespräches wußte er, daß er in mir jene Frau gefunden hätte.

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Als ich die Vision hörte, verstand ich sie und erklärte die Bedeutung. Weiter wuchs sein Erstaunen und er fragte wie ich das erklären und so genau wissen konnte. Ich sagte ihm, dies rührt daher, daß ich seit meiner Erleuchtung mit dem universellen Schöpfergott SHANG TI verbunden bin. Auf seine Bitte hin, schilderte ich ihm einige meiner Visionen und er verinnerlichte diese sehr.

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Natürlich wird ein Unverständiger auch als “Augenzeuge” nicht zum “Gläubigen”, egal was er sieht oder erfährt. So sind meine Familie nach wie vor kommunistisch geprägte “moderne” Chinesen, für die die Daoisten und ich trotzdem nur absonderliche “Fa Lun Gong-Fanatiker” bleiben, die zwar völlig verrückt und teils weltfremd, aber eigentlich doch trotzdem sehr liebe und gutherzige Menschen wären.

Man hat sich also nun in gewisser Weise damit arrangiert. Und das ist völlig ok.

Es ist nicht mein Weg, andere Menschen zu “missionieren”. Wenn sie nicht soweit sind, respektiere ich dies, gehe freundlich, aber beständig meinen Weg weiter, während sie vielleicht in irgendeinem späteren Leben einmal spirituell gereifter sind. Denn ansonsten werden sie NIE dem Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara), ihrem selbst gewähltem Hamsterrad, entrinnen können. Vielleicht erreichen sie ihren Weg, ihre Erleuchtung bzw. ihren Aufstieg auch nie und werden irgendwann der Vergessenheit anheim fallen und einfach nicht mehr gedacht werden. Passiert dies eines Tages, dann haben sie letztlich nie existiert.

Doch dies ist einzig IHRE Entscheidung und ich achte und respektiere sie und ihren freien Willen, denn sie haben gewählt…

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dao-verein-bannerAus dieser Begegnung mit dem Leiter der Daoistischen Vereinigung der Nord-Provinz Chinas und dem daraus resultierendem engerem Austausch, erwuchsen viele positive Aspekte. So kam ich nun an viele uralte Texte, die selbst im modernen China kaum oder gar nicht mehr zu finden sind und es erwuchs die Vereinbarung in Deutschland ebenfalls eine daoistische Vereinigung zu gründen, um die wichtigen spirituellen Werte und Aspekte zu fördern, zu erforschen, bekannt zu machen und für Interessenten eine Anlaufstelle zu bieten.

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In Deutschland leben wir in einer Zeit und Gegend, wo besonders gerade auch das hemmungslose Ausleben der Sexualität tatsächlich möglich ist, wo ein immer größeres Interesse an Spiritualität besteht und wo Religion und Spiritualität derzeit nicht unterdrückt oder verfolgt werden. Es sind hier deutlich mehr Möglichkeiten, wie es im modernen China der Fall ist, trotz dortiger derzeitiger augenscheinlicher starker Förderung des Daoismus durch die chinesische Regierung.

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Am 01. März 2016 wurde nun die Daoistische Vereinigung Deutschland mit vorläufigem Sitz in Stralsund, der altehrwürdigen Hansestadt an der Ostsee, vor der Insel Rügen, gegründet. Dieser Verein ist gemeinnützig und soll Menschen helfen, ihren Weg zu finden.

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Herzlichst Jasmin“

 

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