Ehe & Zweisamkeit oder polyamore Lebensweise?

 

Die Ehe oder feste Partnerschaft als Zweisamkeit ist sehr eine gefährliche Institution!
Wir verlieren unsere persönliche Freiheit, um uns selbst spirituell entfalten zu können.
Wir machen unzählige Abstriche, verzichten auf Erfahrungen und Möglichkeiten zugunsten eines Partners und so sehr häufig verfehlen wir GENAU DESHALB selbst unseren Weg!

Eine Heirat oder Bindung innerhalb einer Partnerschaft, gleicht in der Regel einer Gefangennahme unseres Spirits!
In diesem zumeist lebenslangen Gefängnis gelten die „Regeln“ moderner Zweisamkeiten, „moralischer“ und „ethischer“ Prinzipien, die nur aus kulturellen, traditionellen oder religiösen Dogmen geprägt sind und in Wahrheit im völligen Widerspruch zum universellen Schöpfungs-Wissen stehen.

In solch einer Partnerschaft ordnen wir uns den Wünschen unseres Gegenüber unter.
Kommen dann Besitzdenken, Eifersucht, Erwartungen und Forderungen dazu, wie z.B. Liebe nur für den anderen zu geben, werden wir uns nur selbst aufreiben, wenn unser Gegenüber lediglich in seinem eigenem Selbst (Ego) verhaftet ist.

Ist dieser Partner nämlich nicht bereit, auch selber den spirituellen Weg zu gehen, wird er schnell zu einer gewaltigen und äußerst verhängnisvollen Ankerkette mit einem riesigen Gewicht, das an unserem Fuß angekettet ist.
Wenn wir mit einem derartigen Ballast nun an dem sehr dünnen Seil über dem Abgrund hängen, das wir durch unser falsches Bewußtsein und unser Karma verursacht haben, wird das Seil unserer spirituellen Entwicklung zerreißen und unser Partner wird uns, an sich gekettet, mit in den bodenlosen und tödlichen Abgrund reißen!

 

Die EINZIGE Ausnahme ist, lebt unser Partner WAHRHAFTIG SELBSTLOS und ist sein ganzes Tun und Trachten NUR DARAUF ausgelegt, für uns und für andere zu leben, uns und andere Menschen und Wesen glücklich zu machen, uns und andere zum Erblühen zu bringen, dann besteht eine WIRKLICHE REALE CHANCE auf eine harmonische Beziehung, die nicht zu einem spirituellen Fallstrick wird und zum Tod des Spirits führt!

Doch sollten wir dies SEHR GENAU prüfen! Denn ein Lieben und Leben „nur für uns“ und nicht für andere, ist absolut keine wirkliche Selbstlosigkeit!
Vielmehr entspringt dieser Beweggrund dann in Wahrheit purer Berechnung, tiefsitzender Angst oder Verzweiflung!

Wenn von uns also erwartet wird, monogam zu leben, uns sexuell NUR DIESEM EINEN Partner zu öffnen, uns anderen Menschen hingegen gegenüber zu verschließen, wenn Eifersucht, Kontrollsucht, Erwartungen und Forderungen auftreten, daß wir seine Liebe und Hingabe „belohnen“ müßten oder Gegenleistungen zu erbringen hätten, dann zeigt sich sehr schnell, wie wenig dies mit SELBSTLOSIGKEIT in Wahrheit zu tun hat!

 

Solch eine auf echter selbstloser Liebe basierenden Partnerschaft ist tatsächlich möglich, aber in der realen Welt leider sehr sehr selten.
Sie kann dann auch sehr gut in einer Zweisamkeit geführt werden, schließt aber hingegen eine polyamore Lebensweise keinesfalls aus, weil sie nicht mehr trennt!
Nur solch eine Partnerschaft kann SOWOHL in einer polyamoren Gemeinschaft, als auch unabhängig davon, für sich allein existieren, wodurch in jedem Fall ein spirituelles echtes Wachstum möglich ist!

Solange aber nicht eine SOLCHE Partnerschaft gefunden wurde, ist es daher nicht ratsam, sich in einer Beziehung mit nur einem einzelnen Partner zu binden.

 

 

Die beste Grundlage einer Beziehung bildet eine polyamore Lebensweise, die von SELBSTLOSER LIEBE getragen wird und KEINE Erwartungen, Ansprüche und Forderungen stellt!
Solche Beziehung wird sehr viel mehr die spirituelle Entwicklung fördern, anstatt sie zu behindern oder zu töten.

Polyamor bedeutet wörtlich „viel Liebe“ und sinngemäß, daß wir vielen Menschen Liebe geben und in Liebe begegnen.
Das ist die Haltung, die wir verinnerlichen müssen!
Das ist die Gesinnung, die wir leben, denken und fühlen müssen!

Wenn Menschen solche Sichtweisen und Erkenntnisse erlangt haben, ist es sehr ratsam, polyamore Lebensgemeinschaften zu bilden.
Der tragende Gund sollte immer die SELBSTLOSE Liebe sein bzw. die Motivation, nach dieser zu streben.
Solche Lebensgemeinschaft ermöglicht ein GEMEINSAMES spirituelles Wachstum.
Wir leben zusammen, wie lieben zusammen, wir verkehren sexuell sehr innig zusammen, wir lernen zusammen und wir reifen zusammen.
Solche Lebensgemeinschaft ist mehr als „nur“ eine große Familie; sie ist EIN HERZ und EINE SEELE geworden!

 

Im Buddhismus wird solch eine Lebensgemeinschaft als „Sangha“ (संघ / सङ्घ) bezeichnet, die zu den drei Juwelen, den Kostbarkeiten gehört.
Der Shakyamuni-Buddha bezeichnete sie selbst so:

„Buddha, Dharma und Sangha trägt jeder Mensch in seinem Herzen.

Die Fähigkeit zur Erweckung nennen wir Buddha.
Den Weg, den wir nach der Erweckung wählen, nennen wir Dharma.
Die Fähigkeit in einer Gemeinschaft zu leben und den Geist zu beherrschen, nennen wir Sangha.“

Auch die Zufluchtnahme zu den „drei Juwelen“ (dreifache Zuflucht) wird im buddhistischen Glaubens-Bekenntnis wie folgt ausgedrückt:

„Buddham saraṇam gacchami.
Dhammam saraṇam gacchami.
Sangham saraṇam gacchami.

Ich nehme Zuflucht zu Buddha.
Ich nehme Zuflucht zum Dharma.
Ich nehme Zuflucht zum Sangha.“

 

Solche Lebensgemeinschaft bietet bereits eine kleine Ahnung von der Eins-Werdung, dem Aufstieg zu dem universellen Schöpfungsbewußtsein.
Sind wir aber schon hier überhaupt nicht bereit in ALLEM, auch in der Sexualität(!), EINS zu werden und haben wir hier noch immer aus unserer Individualität, unserem Selbst, unserem Ego, Erwartungen, Ansprüche oder Forderungen, WIE soll dann der Aufstieg und die Eins-Werdung mit dem universellen Schöpfungs-Bewußtsein JEMALS möglich sein?

Solange wir dieses ALLES nicht loslassen und weiter völlig verkrampft an unseren eigenen Wünschen, Begierden und Ansprüchen festhalten und im Traum nicht bereit sind, im Interesse des Gemeinwohls LOSZULASSEN(!), WIE können wir dann erwarten, spirituell tatsächlich zu wachsen und die große End-Erleuchtung, den Aufstieg JEMALS zu erreichen, wenn wir bereits im Kleinen STÄNDIG so kläglich versagen?

Solche spirituellen und polyamoren Lebensgemeinschaften sind hervorragende Trainings- und spirituelle Wachstums-Zentren, wenn sie von demselben Spirit getragen werden, wenn uns ein GEMEINSAMES und GLEICHES Ziel eint.

Auch klösterliche Gemeinschaften z.B. im Buddhismus sind eigentlich nichts anderes.
Auch dies sind in gewisser Hinsicht abstrahierte polyamore Gemeinschaften, wenn hier auch leider die Geschlechtertrennung, sowie bedauerlicherweise die Ablehnung sexueller Vereinigungen des „links-händigen“ Buddhismus erfolgt.

Doch aus Fehlern anderer können wir LERNEN!
Wir müssen nicht jedes Rad neu erfinden.
Wir können bewährtes nutzen und das was nicht richtig rund läuft, nachjustieren.

Solange wir nicht lernen, aufzuhören mit Trennen und Werten, solange wird uns ein Weiterkommen auf dem spirituellen Weg nicht möglich sein!

Gerade die Einbeziehung der realen (nicht der lediglich „visualisierten“) sexuellen Vereinigungen ermöglichen nicht nur ein energetisches, sondern auch ein enorm spirituelles gegenseitiges Profitieren voneinander.
Die sexuelle Vereinigung schafft eine unvorstellbar gewaltige Kraft(!), ein Band, ein Bündnis, eine Verschmelzung – sie hilft uns bereits in dieser Gemeinschaft (Sangha) im Kleinen EINS zu werden – die Voraussetzung, um es DANN auch im Großen zu erreichen.“

 

(Wang Lin – Jasmin)

 

 

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