Der antike Sex-Tempel in Khajuraho

Khajuraho war die Hauptstadt der indischen Chandela-Dynastie und liegt im heutigen Bundesstaat Madhya Pradesh in Zentral-Indien. Khajuraho oder ‚Khajur-Vahika‘ (Träger der Dattelpalmen) war in der Antike als ‚Khajjurpura‘ bekannt und ist weltweit berühmt für seine hocherotischen Tempel. Sie gehören zu den schönsten Beispielen der Handwerkskunst in ganz Indien. Die Chandela-Könige behaupteten ihr Name stamme vom Mondgott Chandra ab.

Einer alten Legende zufolge, wurde Hemvati, die schöne Tochter eines Brahmanen-Priesters aus Varanasi, vom Mondgott verführt während sie badete. Das daraus gezeugte Kind war ein Junge, namens Chandravarman. Doch ihr Volk verurteilte die junge Hemvati. Traurig suchte die noch ledige Mutter Zuflucht im Wald. Ihr Junge wuchs so heran und gründete die Chandela-Dynastie. Als die junge Frau, von den Menschen verstoßen, traurig in der  Einsamkeit schließlich verstarb, träumte ihr Sohn, daß seine Mutter ihn darum bat, einen heiligen Tempel zu bauen, um die sinnliche Leidenschaft den Menschen deutlich zu machen, durch die sie ein höheres Bewußtsein erreichen können.

Chandravarman begann daraufhin als junger kräftiger Mann, den Bau des ersten von  diesen Tempeln, führte rituelle Orgien ein und aufeinanderfolgend fügte jeder ihm nachfolgende Herrscher einen weiteren Tempel-Komplex hinzu.

Nach dem Niedergang der Chandela-Dynastie im 13. Jahrhundert blieben die Tempel für viele Jahrhunderte von dichtem Dschungel verborgen. Erst im Jahre 1838 wurde Khajuraho von dem britischen Captain Armee-Ingenieur TS Burt wiederentdeckt. Die hocherotischen Skulpturen in den Tempeln von Khajuraho zeigen unterschiedliche Aspekte des Hinduismus.

Die Tempel sind in drei geographische Gruppen, den Himmelsrichtungen Westen, Süden und Osten unterteilt. Die hocherotischen Skulpturen in den Tempeln von Khajuraho zeigen unterschiedliche Aspekte des Hinduismus und zeugen noch heute von einem freien Ausleben von Sexualität, ohne Dogmen, ohne Zwänge…

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